Kanarische Inseln erreichen 1,07 Millionen Erwerbstätige – Arbeitslosenquote sinkt auf 10,92 Prozent
600 Erwerbstätigen einen neuen Höchststand. Die Arbeitslosenquote sank auf 10,92 Prozent.
Im dritten Quartal 2026 erreichten die Kanarischen Inseln mit 1.073.600 Erwerbstätigen einen neuen Höchststand, wie aus den Daten der Arbeitskräfteerhebung (EPA) hervorgeht. Das waren 65.700 Erwerbstätige mehr als im Vorjahreszeitraum und 38.100 mehr als im zweiten Quartal.
Die Beschäftigung nahm im Jahresvergleich um 6,52 Prozent zu und damit stärker als im spanienweiten Durchschnitt von 2,08 Prozent. Im Quartalsvergleich verzeichneten die Kanarischen Inseln den zweithöchsten prozentualen Zuwachs unter den autonomen Gemeinschaften.
Auch die Zahl der Erwerbspersonen stieg in den vergangenen drei Monaten um 33.800 auf 1.205.200.
Die Zahl der Arbeitslosen ging im Quartalsverlauf um 4.300 auf 131.600 zurück. Gegenüber dem gleichen Zeitraum 2025 waren es 40.600 weniger.
Damit lag die allgemeine Arbeitslosenquote bei 10,92 Prozent – dem niedrigsten Wert seit fast zwei Jahrzehnten.
Isabel León, stellvertretende Ministerin für Beschäftigung in der Kanarischen Regierung, bewertete die Ergebnisse positiv. Die Zahlen spiegelten “die positive Entwicklung des Arbeitsmarkts auf den Inseln und das Beschäftigungswachstum über dem landesweiten Durchschnitt” wider, erklärte sie.
Frauenarbeitslosigkeit auf dem niedrigsten Stand, Jugendarbeitslosigkeit über 20 Prozent
Besonders bemerkenswert ist laut EPA die Entwicklung der Beschäftigung von Frauen.
Im dritten Quartal kamen auf den Kanarischen Inseln 19.100 erwerbstätige Frauen hinzu. Die Zahl der arbeitslosen Frauen sank um 6.700 auf 65.900.
Die Arbeitslosenquote der Frauen ging auf 11,52 Prozent zurück und erreichte damit den niedrigsten Wert der Zeitreihe.
Auch die Kennzahlen zur Jugendarbeitslosigkeit verbesserten sich: Die Quote lag bei 20,28 Prozent und damit auf dem zweitniedrigsten Stand der Zeitreihe.
Dieser Wert zeigt jedoch, dass der Zugang zum Arbeitsmarkt für junge Menschen weiterhin eine erhebliche Herausforderung darstellt. Ihre Arbeitslosenquote ist beinahe doppelt so hoch wie der allgemeine Durchschnitt auf den Inseln.
Dienstleistungssektor trägt den größten Teil zum Beschäftigungswachstum bei
Nach Wirtschaftssektoren verzeichnete der Dienstleistungsbereich im dritten Quartal mit 36.900 zusätzlichen Beschäftigten den größten Zuwachs.
Auch die Landwirtschaft entwickelte sich positiv: Hier stieg die Zahl der Erwerbstätigen um 4.400.
Bei den Beschäftigungsverhältnissen nahm die Zahl der abhängig Beschäftigten gegenüber dem Vorquartal um 62.400 zu. Davon entfielen 48.400 auf Beschäftigte mit unbefristetem Vertrag.
Die EPA-Ergebnisse zeigen damit eine positive Entwicklung des kanarischen Arbeitsmarkts: Die Beschäftigung nahm zu, während die Arbeitslosigkeit zurückging.
Trotz der neuen Höchststände bei der Beschäftigung sind auf den Kanarischen Inseln weiterhin mehr als 131.000 Menschen arbeitslos. Zudem liegt die Jugendarbeitslosenquote über 20 Prozent. Diese Kennzahlen zeigen, vor welchen Herausforderungen die Inselgruppe im Bereich Beschäftigung noch steht.
Die veröffentlichten Daten beziehen sich auf die Kanarischen Inseln insgesamt. Für sich genommen erlauben sie keine Aussage darüber, wie sich der Arbeitsmarkt auf Fuerteventura in diesem Quartal entwickelt hat.
Quelle: La Voz de Fuerteventura