Kanarische Inseln begehen erstmals den Tag der schönsten Dörfer Spaniens mit ihren fünf Gemeinden
In Teguise fand das erste gemeinsame Treffen von Teguise, Tejeda, Garachico, Betancuria und Agulo statt.
Das Tourismus- und Arbeitsministerium der Kanarischen Regierung baut die Zusammenarbeit mit den fünf Inselgemeinden aus, die der Vereinigung “Los Pueblos Más Bonitos de España” angehören. Geplant sind Maßnahmen zum Erhalt des Kulturerbes sowie neue touristische Angebote, die an die Identität der jeweiligen Orte anknüpfen.
Das erklärte Héctor Mateo, Generaldirektor für Infrastruktur, Nachhaltigkeit und touristische Qualität, am Donnerstag beim ersten gemeinsamen Treffen der fünf kanarischen Gemeinden, die diese Auszeichnung tragen. Die Veranstaltung fand anlässlich des Tags der schönsten Dörfer Spaniens in Teguise auf Lanzarote statt, der jedes Jahr am 1. Oktober begangen wird.
Dem Netzwerk gehören auf den Kanarischen Inseln neben Teguise auch Tejeda auf Gran Canaria, Garachico auf Teneriffa, Betancuria auf Fuerteventura und Agulo auf La Gomera an. Zum ersten Mal kamen in der autonomen Gemeinschaft Vertreter aller fünf Gemeinden mit der Kanarischen Regierung und der Vereinigung zusammen.
Mateo betonte, der Anlass würdige “die Identität, die Kultur, das Kulturerbe, die Werte, die Einwohner und die touristische Anziehungskraft dieser Gemeinden”. Zugleich müsse sichergestellt werden, dass die touristische Entwicklung mit dem Alltag der dort lebenden Menschen vereinbar sei. “Ihre touristische Attraktivität muss sich entwickeln können, ohne das Leben der Menschen vor Ort zu verfremden”, sagte der Generaldirektor. Er erklärte, das Tourismus- und Arbeitsministerium stelle den fünf Gemeinden erstmals finanzielle Unterstützung für Maßnahmen und Infrastruktur zur Erhaltung und Verbesserung ihres Kulturerbes bereit.
Teguise-Bürgermeisterin Olivia Duque sagte: “Der wahre Wert der Villa Teguise liegt nicht nur in ihrer Landschaft, ihren Klöstern oder ihrer Burg, sondern vor allem in den Menschen. Die Einwohner, Händler und Landwirte haben unsere Häuser über Jahrzehnte liebevoll bewahrt und unser historisches Ensemble respektiert.”
“Dank ihres täglichen Einsatzes gehören wir zu den schönsten Dörfern Spaniens. Auf diese Auszeichnung sind wir stolz, zugleich tragen wir die Verantwortung, sie auch für die Zukunft zu bewahren.” Das Treffen zeige, “wie wichtig die Zusammenarbeit der Verwaltungen ist, um die Verbesserung, Pflege und Bekanntheit unserer Orte weiter voranzubringen”, sagte Duque.
Ein wegweisendes Abkommen zwischen den Kanaren und der Vereinigung
Héctor Mateo hob in seiner Rede besonders die in diesem Jahr geschlossene Kooperationsvereinbarung zwischen der Kanarischen Regierung und der Vereinigung “Los Pueblos Más Bonitos de España” hervor. Sie sei wegweisend, da erstmals eine autonome Gemeinschaft ein Abkommen dieser Art mit der Organisation geschlossen habe.
Die Vereinbarung legt die Formen der Zusammenarbeit und mögliche Fördermaßnahmen fest. Sie sollen den Erhalt und die Bekanntheit der kanarischen Gemeinden im Netzwerk unterstützen, insbesondere in den Bereichen Kultur- und Naturerbe.
Der Generaldirektor erklärte, die Auszeichnung allein reiche nicht aus: Vielmehr müssten die Bedingungen erhalten bleiben, die jeden Ort einzigartig machten.
Erstes Treffen der fünf Gemeinden
Das Treffen fand auf dem Platz vor der Kirche Nuestra Señora de Guadalupe statt. Daran nahmen Vertreter aller fünf kanarischen Gemeinden der Vereinigung teil.
Bei der Veranstaltung wurde das Manifest der Netzwerkmitglieder verlesen und die Flagge der Vereinigung “Los Pueblos Más Bonitos de España” gehisst.
Mit dabei waren Teguise-Bürgermeisterin Olivia Duque, Tejeda-Bürgermeister Francisco Juan Perera Hernández, Agulo-Bürgermeisterin Rosa María Chinea, Betancuria-Bürgermeister Enrique Cerdeña sowie Andrés David Hernández, Gemeinderat für Nachhaltigkeit in Garachico. Ebenfalls anwesend war Pedro Fernández, der bei der Vereinigung “Los Pueblos Más Bonitos de España” für institutionelle Beziehungen zuständig ist.
Quelle: La Voz de Fuerteventura