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Fünf Festnahmen in Puerto del Rosario wegen mutmaßlichen Betrugs über 34.510 Euro an einer Person mit geistiger Behinderung

510 Euro an eine Person mit geistiger Behinderung.

Redacción
Fünf Festnahmen in Puerto del Rosario wegen mutmaßlichen Betrugs über 34.510 Euro an einer Person mit geistiger Behinderung

Die Policía Nacional hat in Puerto del Rosario fünf Personen festgenommen. Sie stehen im Verdacht, fortgesetzt eine Person mit schwerer geistiger Behinderung betrogen zu haben.

Unter den Festgenommenen sind die Inhaberin eines Betriebs, in dem sexuelle Dienstleistungen angeboten wurden, drei ihrer Mitarbeiterinnen sowie der Inhaber eines Bankkontos, auf das ein Teil des der betroffenen Person entwendeten Geldes überwiesen wurde.

Die Ermittlungen begannen nach der Anzeige eines Angehörigen der betroffenen Person und deren anschließender Aussage. Darin erklärte sie, Mitarbeiterinnen eines Betriebs in Puerto del Rosario würden sie mutmaßlich finanziell ausnutzen.

Den Ermittlungen zufolge soll der betroffenen Person durch verschiedene Transaktionen ein finanzieller Schaden von 34.510 Euro entstanden sein. Dazu zählten Banküberweisungen, Kartenzahlungen, Bargeldabhebungen und Zahlungen über Bizum.

Die betroffene Person erklärte den Beamten, die Mitarbeiterinnen des Betriebs hätten sie zum Konsum von Alkohol und Betäubungsmitteln gezwungen. Zusammen mit ihrer geistigen Behinderung habe sie dies in eine besonders schutzbedürftige Lage gebracht. Dadurch hätten die mutmaßlichen Täterinnen ihre finanziellen Entscheidungen beeinflussen und zu ihrem eigenen Vorteil Geldbeträge erlangen können.

Im Zuge der Ermittlungen werteten die Beamten umfangreiche Bankunterlagen aus und holten Informationen bei verschiedenen Finanzinstituten ein. So konnten sie die Inhaber der Konten ermitteln, auf denen das Geld einging, sowie die Mobiltelefone, die mit den untersuchten Transaktionen in Verbindung standen.

Außerdem werteten sie Aufnahmen von Überwachungskameras aus, die bei mehreren Bargeldabhebungen in Bankfilialen entstanden waren. Darauf war zu sehen, dass verschiedene Personen die betroffene Person bei den Transaktionen begleiteten. Anschließende Fotovergleiche trugen dazu bei, diese Personen zu identifizieren.

Die Auswertung der Transaktionen ergab, dass sich die Geldbewegungen zeitlich stark häuften, wenn sich die betroffene Person in den untersuchten Betrieben aufhielt. Die Ermittler stellten ein wiederkehrendes, klar erkennbares Vorgehen fest. Es deutet darauf hin, dass die mutmaßlichen Täterinnen und Täter sich abgestimmt haben könnten, um die kognitiven Einschränkungen der betroffenen Person auszunutzen, ihre Vermögensentscheidungen zu beeinflussen und fortlaufend finanziellen Gewinn zu erzielen.

Im Ergebnis der Ermittlungen nahmen die Beamten fünf Personen fest: die Inhaberin des Betriebs, drei Mitarbeiterinnen und den Inhaber eines der Bankkonten, auf die das überwiesene Geld einging.

Die Festgenommenen wurden der zuständigen Justizbehörde vorgeführt. Die polizeilichen Ermittlungen dauern an. Die Beamten bemühen sich weiterhin, zwei weitere Personen ausfindig zu machen, die mutmaßlich an den Taten beteiligt waren.

Hinweise aus der Bevölkerung

Die Policía Nacional dankt den Bürgerinnen und Bürgern für ihre Unterstützung und weist darauf hin, dass sie Hinweise auf Straftaten, Verdachtsmomente oder entsprechende Beobachtungen melden können – auf Wunsch auch anonym. Das ist über den Bereich “Colabora” auf der Website der Policía Nacional möglich. Die Spezialisten der Policía Nacional behandeln die übermittelten Informationen vertraulich.

Quelle: La Voz de Fuerteventura