Tourismus- und Beschäftigungsressort stellt 7,1 Millionen Euro für neue Projekte der Jugendgarantie bereit
Über den Servicio Canario de Empleo finanziert das Ressort für Tourismus und Beschäftigung 17 Projekte. Sie sollen die berufliche Eingliederung von 255 arbeitslosen Jugendlichen unter 30 Jahren verbessern.
Das Ressort für Tourismus und Beschäftigung der Kanarischen Regierung hat die neue Ausschreibung für Fördermittel zur Finanzierung von Projekten der Ausbildung im Wechsel mit Beschäftigung im Rahmen der Jugendgarantie (PFAE-GJ) für das Jahr 2026 eröffnet.
Über den Servicio Canario de Empleo (SCE) fließen 7.105.730,75 Euro in die Initiative. Sie wird zu 85 Prozent aus dem Programm des Europäischen Sozialfonds Plus (ESF+) Canarias 2021–2027 kofinanziert. Geplant sind 17 Projekte, von denen 255 arbeitsuchende junge Menschen im Archipel profitieren sollen.
Die Tourismus- und Beschäftigungsministerin Jéssica de León betonte das Engagement der Kanarischen Regierung für diese Bevölkerungsgruppe. Gemeinsam mit den über 45-Jährigen stehe sie im Mittelpunkt der Bemühungen ihres Ressorts. “Die Arbeit unseres Ressorts zielt nicht nur darauf ab, die Jugendarbeitslosigkeit zu senken. Wir wollen auch Zukunftschancen schaffen, damit kein junger Mensch zurückbleibt”, sagte sie.
Das bedeute, so die Ministerin, “Projekte aufzulegen, die jungen Menschen bezahlte Berufserfahrung und Qualifikationen vermitteln und ihnen so den Zugang zu stabilen Arbeitsplätzen erleichtern. Die Programme der Jugendgarantie verbessern gezielt die Beschäftigungsfähigkeit und damit die Chancen auf eine berufliche Eingliederung”.
Die stellvertretende Beschäftigungsministerin Isabel León erklärte, diese kombinierten Bildungs- und Beschäftigungsangebote “gehen auf den tatsächlichen Bedarf des kanarischen Arbeitsmarkts ein und eröffnen Menschen, die beim Zugang zu Arbeit besonders vielen Hürden begegnen, einen verlässlichen Weg”.
“Unser vorrangiges Ziel ist es, besonders gefährdete junge Menschen zu begleiten und zu qualifizieren. Sie sollen Kompetenzen erwerben, die in den Wirtschaftszweigen der jeweiligen Insel gefragt sind”, sagte die stellvertretende Ministerin.
Die PFAE-GJ verbinden formales Lernen mit bezahlter Arbeit in Projekten oder Dienstleistungen von gesellschaftlichem Interesse. Die ausgewählten Teilnehmenden erhalten für elf Monate einen Ausbildungsvertrag mit abwechselnden Lern- und Arbeitsphasen. 65 Prozent der Arbeitszeit entfallen auf bezahlte praktische Arbeit, 35 Prozent auf theoretische und praktische Ausbildung zum Erwerb beruflicher Qualifikationsnachweise.
Teilnehmen können arbeitslose Jugendliche unter 30 Jahren, die im Nationalen Jugendgarantiesystem registriert sind. Vorrang haben Personen ohne vorherige formale Ausbildung.
Mehr als 55 Prozent der Plätze sind für Frauen reserviert. Vorrang haben dabei Betroffene geschlechtsspezifischer Gewalt.
Um eine ausgewogene Verteilung auf die Inseln sicherzustellen, sieht die Ausschreibung mindestens ein Projekt pro Insel vor. Auf Teneriffa und Gran Canaria werden jeweils sechs Projekte mit je 90 Teilnehmenden durchgeführt. Auf Lanzarote, Fuerteventura, La Palma, La Gomera und El Hierro ist jeweils ein Projekt mit 15 Plätzen vorgesehen.
Quelle: La Voz de Fuerteventura