Nueva Canarias unterstützt Antrag von El Efequén zum Schutz der Casa de la Cueva de la Negra als Kulturgut von besonderem Interesse
NC sieht in der Stellungnahme eines auf den Schutz des Kulturerbes auf Fuerteventura spezialisierten Vereins eine Bestärkung der Forderung, einen Teil des gemeinsamen Gedächtnisses vor einer ortsfremden Sichtweise zu bewahren.
Nueva Canarias-Bloque Canarista auf Fuerteventura bekundet seine uneingeschränkte Unterstützung für den Antrag der Asociación Patrimonial El Efequén. Der Verein fordert die Inselregierung von Fuerteventura auf, das Verfahren zur Einstufung der Casa de la Cueva de la Negra in Pájara als Kulturgut von besonderem Interesse (Bien de Interés Cultural, BIC) einzuleiten.
Für NC ist die Initiative von großem Wert, weil sie von einem Verein mit ausgewiesener Erfahrung im Schutz des historischen, archäologischen, ethnografischen und landschaftlichen Erbes Fuerteventuras ausgeht.
“Das ist keine spontane Meinungsäußerung. El Efequén setzt sich seit Jahren für unser Kulturerbe ein. Die Stellungnahme des Vereins bringt Fachkenntnis, Glaubwürdigkeit und Argumente in eine Forderung ein, die aus der Gesellschaft Fuerteventuras selbst kommt”, erklärt Nueva Canarias.
Die Partei sieht darin eine Bestärkung einer grundlegenden Forderung: Fuerteventura darf sein Gedächtnis nicht länger durch Entscheidungen verlieren, die von einer rein administrativen Sichtweise geprägt sind und oft keinen Bezug zur Geschichte, Kultur und Lebenswirklichkeit dieser Insel haben.
Der Verein hat auf archäologische und ethnografische Werte an diesem Ort hingewiesen. Zudem seien die traditionellen Bauten wichtige Zeugnisse einer Lebensweise, die über Generationen mit der Küste, dem Fischfang und dem Sammeln von Meeresfrüchten verbunden war.
“Vernünftig wäre es, zuerst zu prüfen und danach zu entscheiden. Andernfalls ließe man zu, dass ein Bagger in wenigen Stunden auslöscht, was Generationen von Menschen auf Fuerteventura über mehr als ein Jahrhundert hinweg gebaut, bewohnt und erhalten haben.”
Nueva Canarias erinnert daran, dass sich die Inselregierung bereits für den Schutz traditioneller Küstenorte mit historischem Wert ausgesprochen hat. Nun sei es an der Zeit, diesen Erklärungen wirksamen Schutz folgen zu lassen.
“Unser Kulturerbe zu verteidigen, darf nicht bei Worten bleiben. Wenn wir einen historischen und ethnografischen Wert anerkennen, sind wir verpflichtet, ihn zu schützen, bevor es zu spät ist.”
Für NC zeigt die Stellungnahme von El Efequén außerdem, dass der Einsatz für Cueva de la Negra längst nicht mehr nur die Forderung einer Familie oder einer politischen Organisation ist. Es handelt sich um ein Anliegen, das in der Gesellschaft Fuerteventuras selbst immer mehr Unterstützung findet und Respekt vor unserer Geschichte verlangt.
Die kanaristische Partei betont, dass die Küstenbehörde verstehen müsse, dass es neben dem Abriss eine andere Lösung gibt.
“Die Kanarischen Inseln brauchen Entscheidungen über ihr Territorium, bei denen auch die Menschen gehört werden, die hier leben, ebenso wie unsere Institutionen und diejenigen, die unser Kulturerbe kennen und verteidigen. Unser Land darf nicht so behandelt werden, als wäre es ein geschichtsloser Ort.”
Nueva Canarias betont, es gehe nicht darum, die Gesetzgebung zu ignorieren, sondern sie unter Achtung der Identität, des Kulturerbes und des Rechts eines Volkes anzuwenden, die Zeugnisse seiner eigenen Geschichte zu bewahren.
Abschließend fordert NC die Inselregierung, die Kanarische Regierung, die Gemeinde Pájara und den spanischen Staat auf, gemeinsam eine andere Lösung als den Abriss zu finden.
“Cueva de la Negra ist Teil des Gedächtnisses Fuerteventuras. Und ein Volk, das den Schutz seines Gedächtnisses aufgibt, verliert am Ende auch einen Teil seiner selbst.”
Quelle: La Voz de Fuerteventura