Totem Dojo veranstaltet in Tefía ein Camp, das Kinder gegen Mobbing stärken soll
Das Camp findet vom 10. bis 16. August in der Herberge von Tefía statt. Neben typischen Sommeraktivitäten stehen Übungen auf dem Programm, die das Selbstvertrauen, die Disziplin und den gegenseitigen Respekt der Kinder stärken sollen.
Stärke und Zugehörigkeitsgefühl, um Nein zu Mobbing in der Schule zu sagen
Die Initiative geht auf die langjährige Erfahrung des Clubs in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen mit ganz unterschiedlichen Hintergründen zurück.
Wie Lorenzo in einem Interview mit La Voz de Fuerteventura bei Radio Insular erklärte, kommen viele Kinder mit Schwierigkeiten ins Training: Sie haben Probleme, Kontakte zu knüpfen, ihre Gefühle auszudrücken oder mit Herausforderungen in ihrem schulischen und persönlichen Umfeld umzugehen.
Durch den Sport, so betonte er, entdeckten sie einen Ort, an dem sie Disziplin, Verantwortungsbewusstsein und Selbstvertrauen entwickeln und ein Gefühl der Zugehörigkeit finden können.
Das Camp findet vom 10. bis 16. August in der Herberge von Tefía statt. Es verbindet typische Aktivitäten eines Sommerlagers mit der pädagogischen Methode, die Totem Dojo auch im Training anwendet.
Ausflüge, Gruppenspiele, Bastelangebote und Aktivitäten im Freien ergänzen Einheiten zur persönlichen Entwicklung und zur Vermittlung von Werten wie Respekt, Ausdauer und Empathie.
Lorenzo betonte, dass es bei dem geplanten Programm nicht darum gehe, den Kindern das Kämpfen beizubringen. Übungen mit Bezug zum Kontaktsport sollen Selbstkontrolle, Disziplin und den Umgang mit Frustration fördern; Kämpfe zwischen den Teilnehmenden sind nicht vorgesehen.
Die Kinder sollen verstehen, dass Stärke nicht in Aggressivität liegt, sondern darin, selbstsicher, respektvoll und verantwortungsbewusst zu handeln.
Der Leiter von Totem Dojo ist der Ansicht, dass solche Angebote die Erziehung in der Familie und in Bildungseinrichtungen ergänzen können – sie aber keinesfalls ersetzen.
Mobbing nicht als normal hinnehmen
Sport biete ein Umfeld, in dem man lernen könne, miteinander auszukommen, Verantwortung zu übernehmen und Schwierigkeiten mit Einsatz und Ausdauer zu begegnen, so Lorenzo.
Das Camp richtet sich sowohl an Kinder, die sich möglicherweise verletzlich fühlen, als auch an solche, die vielleicht eines Tages Zeugen von Übergriffen werden und sich dann entscheiden müssen, nicht wegzusehen oder zu schweigen.
Ziel ist es, das Selbstvertrauen der einen zu stärken, damit sie ihre Gefühle ausdrücken und um Hilfe bitten können. Zugleich soll die Gruppe ermutigt werden, sich einzubringen und Mobbing oder Ausgrenzung nicht als normal hinzunehmen.
Die Kinder können mit oder ohne Übernachtung teilnehmen. Das Angebot soll sowohl den Bedürfnissen der Familien als auch Kindern gerecht werden, die sich noch nicht bereit fühlen, auswärts zu übernachten.
Die Zahl der Plätze ist auf 25 bis 30 Teilnehmende begrenzt, obwohl die Einrichtungen eine deutlich größere Gruppe aufnehmen könnten.
Der Veranstalter hat sich für eine geringere Teilnehmerzahl entschieden, um eine engere Betreuung zu ermöglichen und die Qualität des pädagogischen Angebots zu sichern.
Anmeldungen sind bereits möglich. Sie können über die von Totem Dojo bereitgestellte Telefonnummer oder über die sozialen Netzwerke des Clubs erfolgen.
Vom Dojo auf Fuerteventura zur Betreuung der kanarischen Auswahl
Die Organisation des Camps fällt in eine besonders erfolgreiche sportliche Phase für Lorenzo. Er ist gerade von den spanischen Meisterschaften zurückgekehrt, bei denen er die kanarische Auswahl betreute.
Der bescheiden auftretende Trainer spielte seine eigene Rolle herunter und führte die Ergebnisse der Auswahl auf die Vorarbeit der Vereine und Trainer zurück, die die Sportler während der gesamten Saison vorbereiten.
Quelle: La Voz de Fuerteventura