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UGT ruft für den 11. November zu Protesten auf: “Wir wollen kein Fuerteventura, das Reichtum schafft und zugleich diejenigen vertreibt, die ihn möglich machen”

Die Gewerkschaft ruft die Bevölkerung dazu auf, am kommenden 11. November in Puerto del Rosario zu demonstrieren. Sie fordert Lösungen für die Wohnungsnot, angemessene Löhne und Arbeitsbedingungen, die es den Menschen ermöglichen, ihre Lebenspläne auf Fuerteventura zu verwirklichen.

Redacción
UGT ruft für den 11. November zu Protesten auf: “Wir wollen kein Fuerteventura, das Reichtum schafft und zugleich diejenigen vertreibt, die ihn möglich machen”

Die Gewerkschaft ruft die Bevölkerung dazu auf, am kommenden 11. November in Puerto del Rosario zu demonstrieren. Sie fordert Lösungen für die Wohnungsnot, angemessene Löhne und Arbeitsbedingungen, die es den Menschen ermöglichen, ihre Lebenspläne auf Fuerteventura zu verwirklichen.

UGT Fuerteventura warnt eindringlich vor den Folgen der steigenden Wohnkosten auf der Insel. Dort stehen dem Wirtschaftswachstum und der touristischen Aktivität laut der Gewerkschaft die immer größeren Schwierigkeiten der Bevölkerung gegenüber, eine Wohnung zu finden. Die Organisation hält die Lage für untragbar und ruft die Bevölkerung dazu auf, am kommenden 11. November für konkrete Lösungen auf die Straße zu gehen.

“Wir wollen kein Fuerteventura, das Reichtum schafft und zugleich diejenigen vertreibt, die ihn möglich machen”, heißt es in einer Pressemitteilung von UGT. Darin kritisiert die Gewerkschaft, dass die wirtschaftliche Entwicklung der Insel allein an Besucherzahlen, geschäftlicher Aktivität oder den Gewinnen der Tourismusbranche gemessen werde – ohne die Lebensbedingungen der ansässigen Bevölkerung zu berücksichtigen.

Die Gewerkschaft warnt, dass Beschäftigte im Gastgewerbe, im Handel, im Gesundheits- und Bildungswesen sowie in anderen wichtigen Bereichen große Schwierigkeiten haben, eine Wohnung zu finden, die sie sich mit ihrem Lohn leisten können. Das führe dazu, dass manche Fachkräfte Stellenangebote ablehnten, weil sie keine Unterkunft fänden, und zahlreiche Familien praktisch ihr gesamtes Einkommen für die Miete aufwendeten.

“Was bringt es, Arbeit zu haben, wenn wir uns das Leben auf der Insel, auf der wir arbeiten, anschließend nicht leisten können?”, fragt UGT. Die Probleme bei Wohnraum, Löhnen und Arbeitsbedingungen müssten gemeinsam angegangen werden.

Die Gewerkschaft kritisiert außerdem, dass weiterhin von Personalmangel in bestimmten Branchen gesprochen werde, ohne die Gründe dafür zu berücksichtigen, warum viele Beschäftigte sich nicht auf Fuerteventura niederlassen könnten.

“Wir können nicht weiter von Personalmangel sprechen, ohne eine offensichtliche Realität anzugehen: Wenn Menschen nicht auf Fuerteventura leben können, werden sie hier kaum arbeiten und ihre Lebenspläne verwirklichen können”, heißt es weiter.

Auf der Insel garantiert Arbeit längst kein Leben mehr

Besonders im Blick hat UGT die Schwierigkeiten junger Menschen auf Fuerteventura, von zu Hause auszuziehen, sowie die Unsicherheit, mit der Familien angesichts der steigenden Wohnkosten konfrontiert sind.

Die Gewerkschaft warnt, dass immer mehr Beschäftigte erwögen, Fuerteventura zu verlassen, weil ihr Einkommen nicht für die Wohnkosten reiche. Zugleich hätten Fachkräfte, die für das Funktionieren öffentlicher und privater Dienstleistungen gebraucht würden, Schwierigkeiten, auf die Insel zu ziehen.

Deshalb fordert UGT, den Bestand an öffentlichen Wohnungen und bezahlbarem Wohnraum zur Miete auszubauen, leer stehende Wohnungen zu mobilisieren, Sanierungen voranzutreiben und Maßnahmen gegen Immobilienspekulation zu ergreifen sowie die Wohnnutzung zu schützen.

Diese Schritte müssten mit höheren Löhnen, mehr Beschäftigungssicherheit und Tarifverträgen einhergehen, die den tatsächlichen Lebenshaltungskosten auf Fuerteventura Rechnung trügen.

“Denn eine Arbeit muss uns ermöglichen zu leben – nicht nur zu überleben”, heißt es in der Pressemitteilung.

Aufruf zur Demonstration am 11. November

María Auxiliadora Pérez Quevedo, Generalsekretärin von UGT Fuerteventura, ruft die gesamte Bevölkerung der Insel dazu auf, sich an der Demonstration am kommenden Mittwoch, dem 11. November, um 17.30 Uhr in Puerto del Rosario zu beteiligen.

Der Demonstrationszug startet an der Dirección Insular de la Administración General del Estado, der Inselvertretung der spanischen Zentralverwaltung, in der Calle Primero de Mayo. Teilnehmen sollen Beschäftigte, Familien, junge Menschen und alle, die seit Monaten erfolglos nach einer bezahlbaren Wohnung suchen.

UGT betont, dass der Aufruf über den rein gewerkschaftlichen Rahmen hinausgeht. Die Gewerkschaft will das Recht der Bevölkerung verteidigen, auf der eigenen Insel zu bleiben, eine Familie zu gründen und eine Zukunft aufzubauen, ohne dass die Wohnkosten zu einem unüberwindbaren Hindernis werden.

“Wir wollen nicht, dass unsere Söhne und Töchter wegziehen müssen, weil sie nicht auf eigenen Beinen stehen können. Ebenso wenig sollen die Fachkräfte, die unsere Insel braucht, auf eine Arbeit hier verzichten müssen, weil sie keine Unterkunft finden”, heißt es in der Pressemitteilung.

Die Gewerkschaft fordert Verantwortungsübernahme und konkrete Maßnahmen, damit das Wirtschaftswachstum Fuerteventuras nicht weiter voranschreitet, ohne dass sich die Lebensbedingungen der Einwohnerinnen und Einwohner entsprechend verbessern.

“Denn Fuerteventura ist nicht nur ein Reiseziel, sondern unser Zuhause. Und unser Zuhause darf nicht zum Privileg werden”, erklärt UGT abschließend und ruft zur Teilnahme an der Demonstration unter dem Motto “Für das Recht, auf unserer Insel zu leben” auf.

Quelle: La Voz de Fuerteventura