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Kanarische Regierung will in El Cotillo 50 Hektar als Ausgleich für Origo Mare wiederherstellen

Die Kanarische Regierung und die Gemeinde La Oliva haben vereinbart, ein geschädigtes Gebiet an der Nordküste Fuerteventuras wiederherzustellen. Damit sollen die Umweltfolgen von Origo Mare ausgeglichen werden, für dessen Bau vier Hektar geschützter Fläche in Casas de Majanicho beansprucht wurden. Das Abkommen sieht den Rückbau von Fahrwegen und die Wiederherstellung des Dünenlebensraums vor.

Redacción
Kanarische Regierung will in El Cotillo 50 Hektar als Ausgleich für Origo Mare wiederherstellen

Die Kanarische Regierung hat über das von Manuel Miranda geleitete Ressort für Raumordnung, territorialen Zusammenhalt und Wasser gemeinsam mit der Gemeinde La Oliva ein Abkommen geschlossen. Es sieht vor, 50 Hektar an der Costa del Faro im Umfeld von El Cotillo ökologisch wiederherzustellen und damit die Auswirkungen der Bebauung Origo Mare in Casas de Majanicho auszugleichen. Das Abkommen legt die Pflichten beider Verwaltungen bei der Umsetzung der Maßnahmen fest.

Die Arbeiten sind eine der Ausgleichsmaßnahmen, die in der im Februar 2023 genehmigten Umweltverträglichkeitserklärung für die Bebauung Casas de Majanicho festgelegt wurden.

Konkret sollen sie die Beanspruchung von vier Hektar des besonderen Vogelschutzgebiets (ZEPA) Costa Norte de Fuerteventura ausgleichen. Dazu wird innerhalb desselben Schutzgebiets eine 50 Hektar große Fläche mit demselben Lebensraumtyp wiederhergestellt.

Das Projekt wird im ehemaligen Baugebiet SAU-8 Costa del Faro umgesetzt, das durch vorhandene Straßeninfrastruktur beeinträchtigt ist.

Geplant sind der Rückbau der bestehenden Fahrwege, die Wiederherstellung der früheren Verbindung zum Faro del Tostón für den Fahrzeugverkehr und die Rückformung des Geländes in sein ursprüngliches Profil.

Ziel ist es, den Lebensraum der beweglichen Küstendünen, der sogenannten Weißdünen, im Schutzgebiet an der Nordküste Fuerteventuras wiederherzustellen. Das Abkommen sieht außerdem vor, Bauschutt zu entfernen, der im Plan zur Wiederherstellung des Nordens erfasst ist und innerhalb des Projektgebiets liegt.

Vorgeschichte: Umweltausgleich im Zusammenhang mit Majanicho

Die Maßnahme geht auf das Umweltverfahren zur Bebauung Casas de Majanicho zurück, die zwischen 2002 und 2007 errichtet wurde. Der Teilbebauungsplan, auf dessen Grundlage die Entwicklung erfolgte, wurde später vom Tribunal Superior de Justicia de Canarias aufgehoben.

Wie aus dem Abkommen hervorgeht, richtete die Europäische Kommission am 7. Dezember 2017 im Rahmen eines Vertragsverletzungsverfahrens ein Aufforderungsschreiben an Spanien.

In diesem Zusammenhang wurden verschiedene Möglichkeiten eines Abrisses und einer Wiederherstellung geprüft. Die schließlich gewählte Lösung sah jedoch vor, die bestehende Bebauung zu erhalten und durch Ausgleichsmaßnahmen in verschiedenen Naturräumen im Norden Fuerteventuras zu ergänzen.

Dies hielt die Comisión Autonómica de Evaluación Ambiental in einer nachträglichen Umweltverträglichkeitserklärung fest. Darin ist auch die Wiederherstellung der Costa del Faro vorgesehen. Die Fläche soll mehr als zwölfmal so groß sein wie die vier Hektar, die Origo Mare innerhalb des Schutzgebiets beansprucht.

Die Gemeinde wickelt das Projekt ab, die Kanarische Regierung führt die Arbeiten aus

Die Gemeinde La Oliva muss die erforderlichen Verwaltungsverfahren zur Genehmigung des Projekts durchführen und der Kanarischen Regierung die für die Arbeiten benötigten Flächen zur Verfügung stellen, sowohl öffentliche als auch private.

Außerdem übernimmt sie die Bauleitung sowie die Koordination von Sicherheit und Gesundheitsschutz.

Das Ressort für Raumordnung, territorialen Zusammenhalt und Wasser verpflichtet sich seinerseits, sämtliche im genehmigten Projekt vorgesehenen Arbeiten auszuführen – entweder direkt oder im Rahmen der entsprechenden öffentlichen Vergabeverfahren.

Die Kanarische Regierung hat das öffentliche Unternehmen Gesplan bereits mit der Ausarbeitung des Wiederherstellungsprojekts beauftragt.

Quelle: La Voz de Fuerteventura