Neue Förderausschreibung: 34,6 Millionen Euro für Programme zur Ausbildung und Beschäftigung im Wechsel
380 arbeitslose Menschen.
Das Ministerium für Tourismus und Beschäftigung der Kanarischen Regierung unter Leitung von Jéssica de León hat über den Kanarischen Beschäftigungsdienst (SCE) die neue Ausschreibung von Fördermitteln zur Finanzierung der Programme für Ausbildung und Beschäftigung im Wechsel (PFAE) für das Jahr 2026 veröffentlicht.
Für die Initiative stehen insgesamt 34.600.000 Euro aus Mitteln des Ministeriums für Arbeit und Sozialwirtschaft bereit. Damit können 92 Projekte starten, an denen insgesamt 1.380 arbeitslose Menschen aus dem Archipel teilnehmen.
Die PFAE sollen die Beschäftigungschancen von Menschen verbessern, denen der Zugang zum Arbeitsmarkt besonders schwerfällt. Dazu verbinden sie praktische Arbeit in einem realen Arbeitsumfeld mit dem Erwerb zertifizierter beruflicher Kompetenzen.
Jedes Projekt dauert elfeinhalb Monate und bietet 15 Plätze. Die ausgewählten Personen schließen einen Vertrag zur Ausbildung und Beschäftigung im Wechsel ab. Dabei entfallen 65 % auf bezahlte Arbeit an Bauvorhaben oder bei Dienstleistungen von öffentlichem Nutzen und sozialem Interesse und 35 % auf theoretische und praktische Ausbildung. So können die Teilnehmenden die entsprechenden beruflichen Qualifikationszertifikate erwerben.
Die Projekte richten sich an nicht erwerbstätige Personen, vorzugsweise ohne berufliche Qualifikation oder mit geringer Qualifikation, die besondere Schwierigkeiten beim Einstieg in den Arbeitsmarkt haben. Dazu zählen Menschen mit einer anerkannten Behinderung von mindestens 33 %, junge Menschen ohne formale Ausbildung sowie arbeitslose Personen über 45 Jahre. Voraussetzung ist, dass sie beim SCE als arbeitssuchend gemeldet sind. 55 % der Plätze sind für Frauen reserviert; Frauen, die Opfer geschlechtsspezifischer Gewalt geworden sind, werden bevorzugt berücksichtigt.
Damit die öffentlichen Mittel ausgewogen verteilt werden, sieht die Ausschreibung mindestens ein Projekt auf jeder der sieben größten Inseln vor. Die übrigen Mittel werden entsprechend der Zahl der Arbeitssuchenden verteilt. Teneriffa und Gran Canaria erhalten jeweils 38 Projekte mit jeweils 570 Teilnehmenden. Auf Lanzarote werden fünf Projekte mit 75 Teilnehmenden umgesetzt. La Palma und Fuerteventura erhalten jeweils vier Projekte, von denen pro Insel 60 Personen profitieren. La Gomera wird zwei Projekte mit 30 Teilnehmenden beherbergen, El Hierro erhält ein Projekt mit 15 Teilnehmenden.
Akkreditierte Träger können ihre Anträge innerhalb von 20 Tagen einreichen. Die Frist beginnt am Tag nach der Veröffentlichung des Auszugs aus der Ausschreibung im Amtsblatt der Kanarischen Inseln (BOC). Die Anträge sind über das elektronische Portal der Kanarischen Regierung einzureichen.
Quelle: La Voz de Fuerteventura