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Fuerteventura bleibt ohne direkte Schiffsverbindung zum spanischen Festland: Ausschreibung des Verkehrsministeriums ohne Angebote

Fuerteventura bleibt ohne direkte Schiffsverbindung zum spanischen Festland, nachdem die Ausschreibung des Verkehrsministeriums ohne Angebote geblieben ist.

Redacción
Fuerteventura bleibt ohne direkte Schiffsverbindung zum spanischen Festland: Ausschreibung des Verkehrsministeriums ohne Angebote

Das Ministerium für Verkehr und nachhaltige Mobilität hat die Ausschreibung für eine regelmäßige Passagier- und Fahrzeugverbindung zwischen Cádiz oder Huelva und fünf Inseln des Archipels für erfolglos erklärt. Innerhalb der gesetzten Frist hatte keine Reederei ein Angebot eingereicht.

Die Ausschreibung war mit 3.042.000 Euro ausgestattet und sah vor, den Dienst ein Jahr lang anzubieten – vom 1. Dezember 2026 bis zum 30. November 2027. Vorgeschrieben waren Zwischenstopps auf Fuerteventura, Lanzarote, La Palma, Gran Canaria und Teneriffa.

Dass sich kein Unternehmen interessiert zeigte, ist ein neuer Rückschlag für Fuerteventuras Bemühungen, eine direkte Schiffsverbindung zum spanischen Festland wiederherzustellen. Diese Forderung hat an Bedeutung gewonnen, nachdem die Insel nicht mehr von der Cádiz-Linie angelaufen wird.

Das Ministerium hat bestätigt, dass es die verfügbaren verwaltungsrechtlichen Möglichkeiten prüft, um die maritime Anbindung sicherzustellen. Bislang hat es jedoch nicht mitgeteilt, ob eine neue Ausschreibung geplant ist oder die wirtschaftlichen beziehungsweise technischen Bedingungen geändert werden sollen.

Eine wöchentliche Verbindung mit fünf Inseln

Der Vertrag verpflichtete die Betreiber, mindestens einmal pro Woche eine vollständige Hin- und Rückfahrt zwischen dem Festland und den Kanarischen Inseln anzubieten.

Die Reedereien konnten Cádiz oder Huelva als Ausgangshafen wählen, mussten aber zwingend Las Palmas de Gran Canaria, Santa Cruz de Tenerife sowie jeweils einen Hafen auf Fuerteventura, Lanzarote und La Palma anlaufen.

Die Ausschreibungsunterlagen legten nicht fest, welche Hafenanlagen auf den drei letztgenannten Inseln genutzt werden mussten. Die Wahl blieb der Organisation des Dienstes überlassen.

Zudem musste jede Fahrt mit demselben Schiff durchgeführt werden; die Zwischenstopps durften nicht auf verschiedene Schiffe verteilt werden.

Das beauftragte Unternehmen hätte außerdem in Zeiten besonders hoher Nachfrage zusätzliche Fahrten sicherstellen müssen – insbesondere zu Weihnachten, in der Osterzeit und im Sommer, sofern die Generaldirektion der Handelsmarine dies verlangte.

Drei Millionen Euro zum Ausgleich des Betriebsdefizits

Die 3.042.000 Euro waren dafür vorgesehen, das erwartete Betriebsdefizit des Dienstes während der zwölf Monate Vertragslaufzeit auszugleichen.

Die für die Ausschreibung erstellte Wirtschaftlichkeitsberechnung veranschlagte die jährlichen Einnahmen auf 30,03 Millionen Euro. Sie sollten aus der Beförderung von Passagieren, Fahrzeugen und Gütern sowie aus Bordservices stammen.

Die Betriebskosten wurden auf 31,20 Millionen Euro geschätzt. Hinzu kam ein Gewinnzuschlag von 6 Prozent, der rund 1,87 Millionen Euro entsprach.

Aus der Differenz dieser Posten ergab sich der vorgesehene öffentliche Zuschuss, mit dem der Dienst wirtschaftlich tragfähig werden sollte.

Die festgelegten Bedingungen konnten jedoch keine Reederei zur Abgabe eines Angebots bewegen.

Fuerteventura wartet weiter auf die Wiederaufnahme der Verbindung nach Cádiz

Dass die Ausschreibung erfolglos blieb, bedeutet nicht, dass die derzeitigen Schiffsverbindungen zwischen dem Festland und den Kanarischen Inseln eingestellt werden.

Nach Angaben des Verkehrsministeriums verkehren die Routen Huelva–Las Palmas de Gran Canaria–Santa Cruz de Tenerife und Cádiz–Las Palmas de Gran Canaria–Santa Cruz de Tenerife im Rahmen der geltenden gemeinwirtschaftlichen Verpflichtungen weiterhin.

Diese Verbindungen sehen derzeit jedoch keinen direkten Zwischenstopp auf Fuerteventura vor. Reisende, die mit ihrem Fahrzeug zwischen der Insel und dem Festland unterwegs sind, müssen daher zusätzliche Verbindungen über andere kanarische Häfen nutzen.

Damit bleibt eine Forderung bestehen, die mit der Mobilität der Einwohner, dem Fahrzeugtransport und den Schiffsverbindungen Fuerteventuras zum Festland zusammenhängt.

Das Ministerium bekräftigt sein Engagement für die maritime Anbindung des Archipels und prüft nach eigenen Angaben, welche Maßnahmen nach dem Scheitern der Ausschreibung ergriffen werden müssen.

Offen ist vorerst vor allem, wann und zu welchen Bedingungen ein neuer Dienst ausgeschrieben werden kann, der Fuerteventura als verpflichtenden Zwischenstopp einschließt.

Quelle: La Voz de Fuerteventura