Jéssica de León hebt sinkende Zahl der Arbeitsunfälle auf Fuerteventura 2026 hervor
Die Unfallhäufigkeit auf den Kanarischen Inseln ist im ersten Halbjahr dieses Jahres um 6,7 Prozent gesunken. Besonders deutlich ging die Zahl der tödlichen Arbeitsunfälle zurück.
Die Tourismus- und Arbeitsministerin der Kanarischen Regierung, Jéssica de León, stellte am Donnerstag auf Fuerteventura die Zahlen zu Arbeitsunfällen im ersten Halbjahr 2026 vor. Anlass war das jährliche Treffen mit den Arbeitgeber- und Gewerkschaftsorganisationen der Insel. Teilgenommen haben auch der Generaldirektor für Arbeit, José Ramón Rodríguez, der Direktor des Kanarischen Instituts für Arbeitssicherheit (ICASEL), Elirerto Galván, und der Provinzialleiter der Arbeits- und Sozialversicherungsinspektion, Andrés Fernández.
De León betonte, die Zahlen der ersten Monate des Jahres zeigten eine positive Entwicklung. “Die gute Nachricht ist, dass die Unfallhäufigkeit auf den Kanarischen Inseln insgesamt um 6,7 Prozent gesunken ist. Damit verzeichnen wir im ersten Halbjahr positive Zahlen und hoffen, dass sich dieser Trend in der zweiten Jahreshälfte fortsetzt”, sagte die Ministerin.
Ein weiterer wichtiger Indikator auf den Kanarischen Inseln ist der Rückgang tödlicher Arbeitsunfälle. Die Ministerin erklärte, eines der wichtigsten Ziele für 2026 sei es gewesen, die Zahl der tödlichen Unfälle zu senken – insbesondere der Wegeunfälle, die 2025 zusammen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen einen großen Teil der Todesfälle bei der Arbeit ausgemacht hätten. In diesem Zusammenhang hob sie hervor, dass die Zahl der tödlichen Unfälle im ersten Halbjahr deutlich zurückgegangen sei.
Nach den Zahlen des ICASEL ereigneten sich auf Fuerteventura zwischen Januar und Mai 2026 insgesamt 744 Arbeitsunfälle mit Arbeitsausfall. 742 davon waren leicht, zwei schwer und keiner tödlich.
Die Ministerin betonte, diese Zahlen müssten auch vor dem Hintergrund der Beschäftigungsentwicklung auf der Insel betrachtet werden. “Wir müssen berücksichtigen, dass auch die Zahl der Erwerbstätigen auf Fuerteventura gestiegen ist, die Beschäftigung und die dadurch entstandenen Chancen zugenommen haben und die Arbeitslosigkeit zurückgegangen ist.” Die Ministerin unterstrich, diese Ergebnisse bekräftigten das Engagement der Kanarischen Regierung für die Prävention von Arbeitsrisiken. Dazu gehörten gezielte Maßnahmen für die Wirtschaftszweige der Insel und Sensibilisierungskampagnen, die für immer sicherere Arbeitsplätze werben.
Zu den für 2026 geplanten Initiativen gehören technische Beratung für Unternehmen sowie gezielte Maßnahmen im Gastgewerbe, im Baugewerbe und im Handel. Hinzu kommen Kampagnen zur Verkehrssicherheit auf dem Arbeitsweg, um Wegeunfälle zu verhindern, und eine Förderlinie zur Stärkung der Prävention von Arbeitsrisiken in Unternehmen.
Der Generaldirektor für Arbeit, José Ramón Rodríguez, erklärte seinerseits, die Entwicklung der Arbeitsunfälle auf Fuerteventura in den ersten fünf Monaten des Jahres 2026 zeige im Vergleich zum Vorjahr eine deutliche Verbesserung. “Wir haben die Gesamtzahl der Arbeitsunfälle gegenüber dem gleichen Zeitraum 2025 um 47 gesenkt. Außerdem gab es zwei schwere Unfälle weniger und – was am wichtigsten ist – keinen tödlichen Arbeitsunfall”, sagte er.
Rodríguez betonte, die Verringerung schwerer und tödlicher Arbeitsunfälle sei das wichtigste Ziel der Präventionspolitik, die gemeinsam mit den Sozialpartnern umgesetzt werde.
Der Generaldirektor hob auch die Arbeit der Arbeitsinspektion auf der Insel hervor. Dort seien derzeit sieben Beschäftigte im Einsatz: drei Inspektoren und vier Unterinspektoren. Von Januar bis Mai 2026 führten sie 1.389 Kontrollen durch; lediglich 202 davon endeten mit Sanktionen. Das zeige, so Rodríguez, den präventiven und beratenden Charakter der Behörde. “Die Arbeitsinspektion verhängt nicht immer Sanktionen. Sie informiert, berät und unterstützt Unternehmen auch dabei, die Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz zu verbessern”, sagte er abschließend.
Quelle: La Voz de Fuerteventura