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Skål und Asofuer fördern touristische Zusammenarbeit zwischen Fuerteventura, Lanzarote und La Graciosa

Skål und Asofuer fördern touristische Zusammenarbeit zwischen Fuerteventura, Lanzarote und La Graciosa.

Redacción
Skål und Asofuer fördern touristische Zusammenarbeit zwischen Fuerteventura, Lanzarote und La Graciosa

Skål Internacional Canarias Islas Orientales und der Verband der Tourismusunternehmen von Fuerteventura (ASOFUER) veranstalteten am Donnerstag im Palacio de Formación y Congresos de Fuerteventura die Fachveranstaltung “Islas Orientales: Retos estratégicos para el futuro turístico”. Das Treffen bot Unternehmern, Fachleuten, öffentlichen Verwaltungen und Experten aus dem Tourismussektor von Lanzarote und Fuerteventura Raum für Dialog und Analyse.

Bei der Veranstaltung wurden Erfahrungen, Bedürfnisse und Vorschläge zu einigen der Herausforderungen ausgetauscht, die derzeit die Wettbewerbsfähigkeit der Reiseziele auf den östlichen Inseln beeinflussen. Zugleich wurde die Zusammenarbeit zwischen Privatwirtschaft und Verwaltungen gestärkt und der Wissensaustausch zwischen den beiden Inseln gefördert.

Bei der institutionellen Eröffnung wurde betont, wie wichtig es ist, dauerhafte Räume für die Zusammenarbeit zu schaffen. So könne man Veränderungen im Tourismus frühzeitig begegnen und gemeinsam Themen angehen, die sowohl Unternehmen als auch Reiseziele betreffen.

Jéssica de León, Kanarenministerin für Tourismus und Beschäftigung, gratulierte Skål Internacional und ASOFUER zur Organisation der Veranstaltung. Sie hob hervor, dass Lanzarote und Fuerteventura bei den wichtigsten Herausforderungen der Branche zusammenarbeiten können. “Dieses Forum zeigt einmal mehr die Stärke der östlichen Inseln und ihre Fähigkeit, sich zu organisieren und zu mobilisieren. So können Verwaltungen und Fachleute an einen Tisch gebracht werden, um die Herausforderungen zu erörtern und zu analysieren, die Gegenwart und Zukunft unseres Tourismussektors prägen werden. Fuerteventura und Lanzarote sind ein klares Beispiel für gemeinsame Ziele, Zusammenarbeit und Eigeninitiative.”

Mit Blick auf den Tourismus unterstrich sie, dass diese Inseln ein erhebliches wirtschaftliches Gewicht haben: “mehr als 30 Prozent des BIP, mehr als ungefähr 24 Prozent aller Ankünfte auf den Kanarischen Inseln und zusammen rund 9.000 Millionen an touristischen Ausgaben auf beiden Inseln im bisherigen Jahresverlauf”.

De León stellte die Debatte auch in den Zusammenhang mit dem notwendigen Wandel hin zu einem Tourismusmodell, das die Wertschöpfung gegenüber rein quantitativem Wachstum in den Vordergrund stellt.

“Auf Inseln wie Lanzarote und Fuerteventura besteht die eigentliche Herausforderung nicht darin, das Besuchervolumen weiter zu steigern, sondern die Besucherströme besser zu steuern und die Wertschöpfung zu erhöhen, während der Druck auf das Gebiet und die Ressourcen sinkt.”

Die Ministerin erklärte, die Kanarische Regierung arbeite an einem grundlegenden Wandel, der auf drei Säulen beruhe: dem Wohlergehen der Bevölkerung, der Erneuerung und dem Schutz der Umwelt sowie der Wettbewerbsfähigkeit und Widerstandsfähigkeit der Tourismusbranche.

Das Programm begann mit einer Gesprächsrunde zur Sicherheit im Tourismus. Sie wurde als ein Faktor betrachtet, der unmittelbar mit Qualität, Vertrauen und Wettbewerbsfähigkeit der Reiseziele verbunden ist. Erörtert wurden die Abstimmung zwischen Verwaltungen, Sicherheitskräften, Unternehmen und Fachleuten sowie die Notwendigkeit, Prävention und Kommunikationswege in den Tourismusgebieten zu stärken.

Anschließend befasste sich eine Gesprächsrunde zu Personal, Ausbildung, Gewinnung und Bindung von Fachkräften mit einer der größten Herausforderungen für die Unternehmen. Thema waren unter anderem Schwierigkeiten, bestimmte Stellen zu besetzen, Ausbildung, Zugang zu Wohnraum, der Arbeitsweg, Fehlzeiten und krankheitsbedingte Ausfälle. Zudem ging es um Maßnahmen, mit denen sich Fachkräfte für den Tourismussektor gewinnen und halten lassen.

Jéssica de León erinnerte in diesem Zusammenhang daran, dass die Kanarische Regierung an Vorhaben arbeite, die direkt an die Diskussionen der Veranstaltung anknüpften. Dazu gehörten stabilere und bessere Arbeitsplätze durch die Bindung von Fachkräften, Innovation und Digitalisierung der Branche, sichere und nachhaltige Verkehrsverbindungen sowie eine stärkere Einbindung der lokalen Wirtschaft und kanarischer Lieferanten in die touristische Wertschöpfungskette.

Der letzte große Themenblock widmete sich künstlicher Intelligenz und Technologie im Tourismussektor. Dazu kamen unterschiedliche Perspektiven aus Verwaltung, Technologieunternehmen und Beherbergungsbranche zusammen. Die Diskussion befasste sich mit den Möglichkeiten dieser Instrumente, die Effizienz zu steigern, Abläufe zu automatisieren, Gäste besser kennenzulernen und Entscheidungen zu erleichtern. Zugleich ging es um Cybersicherheit, Datenschutz und die notwendige menschliche Aufsicht.

Eine gemeinsame Perspektive von Lanzarote und Fuerteventura

ASOFUER-Präsident Antonio Hormiga betonte, wie wichtig es sei, dass sich die Branche aktiv an der Entwicklung von Antworten auf die Herausforderungen des Tourismus beteilige. “Die Herausforderungen im Tourismus sind zunehmend miteinander verknüpft und betreffen viele Bereiche. Sicherheit, die Verfügbarkeit von Fachkräften, Wohnraum, Mobilität, Digitalisierung und künstliche Intelligenz beeinflussen unmittelbar die Wettbewerbsfähigkeit unserer Unternehmen und die Qualität unserer Reiseziele. Solche Treffen ermöglichen es uns, der Branche zuzuhören, Erfahrungen auszutauschen und konkrete Vorschläge zu entwickeln, die anschließend den Verwaltungen vorgelegt werden können.”

Fernando Benítez González, Präsident von Skål International Canarias Islas Orientales, hob den inselübergreifenden Charakter der Initiative und die Rolle von Skål als Treffpunkt für Tourismusfachleute hervor. “Lanzarote und Fuerteventura teilen viele ihrer Herausforderungen, aber auch ihre Chancen. Skål möchte dazu beitragen, Fachleute miteinander zu vernetzen, den Wissensaustausch zu fördern und Räume zu schaffen, in denen wir offen über die tatsächlichen Probleme der Branche sprechen und vor allem Lösungen vorschlagen können.”

Auch Lola García, Präsidentin der Inselregierung von Fuerteventura, betonte, dass diese Herausforderungen im Zusammenspiel von Institutionen und Wirtschaft angegangen werden müssten. “Wir setzen uns für einen hochwertigen Tourismus ein, der die Region schützt und das Leben der Menschen verbessert. Dafür braucht es die gemeinsame Arbeit von Verwaltungen, Unternehmen und Fachleuten. Wer den Sektor aus erster Hand kennt, kann uns helfen, abgestimmte Antworten auf Herausforderungen wie Wohnraum, Mobilität und Ausbildung zu finden, die Fuerteventura und Lanzarote gemeinsam haben”, sagte Lola García.

Mehr Wertschöpfung und eine stärkere Wettbewerbsfähigkeit

Die Schlussfolgerungen der Veranstaltung unterstrichen, wie wichtig es ist, die Zusammenarbeit zwischen öffentlichem und privatem Sektor zu stärken, die Abstimmung zwischen Lanzarote und Fuerteventura zu verbessern und Wege zu schaffen, um die Fachdebatten in konkrete Maßnahmen zu überführen.

Jéssica de León fasste dieses Ziel mit den Worten zusammen, es gehe darum, “den Mehrwert des touristischen Erlebnisses zu steigern und sicherzustellen, dass der erwirtschaftete Wohlstand der gesamten kanarischen Gesellschaft auf gerechte und ausgewogene Weise zugutekommt”.

Skål Internacional Canarias Islas Orientales und ASOFUER betonten, dass solche Treffen nicht nur dazu dienen sollten, bestehende Probleme zu analysieren. Sie sollten auch Maßnahmen aufzeigen, die Unternehmen direkt umsetzen können, Vorhaben, die eine Zusammenarbeit zwischen öffentlichem und privatem Sektor erfordern, sowie Vorschläge, die den zuständigen Verwaltungen vorgelegt werden müssen.

Die Veranstaltung bekräftigt damit die Notwendigkeit, regelmäßige Treffen für Fachleute aus Lanzarote und Fuerteventura beizubehalten. Sie sollen den Wissensaustausch ermöglichen, dabei helfen, Veränderungen frühzeitig zu erkennen, und eine gemeinsame Perspektive für die Zukunft zweier Reiseziele entwickeln, die viele touristische Herausforderungen teilen.

Fachkräfte, Innovation, Sicherheit, Wissen, institutionelle Zusammenarbeit und unternehmerische Stärke bilden wichtige Voraussetzungen, um den Tourismus auf den östlichen Inseln wettbewerbsfähiger und widerstandsfähiger zu machen und einen größeren wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Mehrwert zu schaffen.

Quelle: La Voz de Fuerteventura